Das Bundesfamilienministerium unter Führung der SPD-Ministerin Franziska Giffey hat im Mai 2019 die Homepage "Regenbogenportal" freigeschaltet. Das Portal informiert über verschiedene sexuelle Orientierungen und gibt dabei auch Ratschläge, wie Lehrer mit diesen Themen umgehen können.

Hinweis zur Gestaltung geschlechtsneutraler FormulareAdidas 5923 I 5923 Adidas SneakersUs Shoesamp; I Shoesamp; SneakersUs QdCtshr

Sogenannte "LSBTI"-Themen werden dort gebündelt. "LSBTI" steht für "lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen und deren Familien und Angehörige", so das Familienministerium. Neben diversen Tipps für Lehrer, wie sie beispielsweise eine "diskriminierungsfreie Lernatmosphäre" schaffen können, gibt es zudem einen Hinweis zur Gestaltung geschlechterneutraler Formulare.

Im Bereich: "Sexuelle Vielfalt in der Schule anerkennen und unterstützen" gibt es Empfehlungen für Lehrkräfte, wie sie Lebenswelten von lesbisch, schwulen oder bissexuellen Menschen in der Schule sichtbar machen können. Ein konkreter Vorschlag in diesem Zuge: "in Formularen auf geschlechtsneutrale Formulierungen achten (beispielsweise "Elternteil 1 und 2" statt "Mutter und Vater")."

Sollen künftig also auf Formularen nicht mehr die Begriffe "Mutter" sowie "Vater" auftauchen, sondern stattdessen "Elternteil 1" und "Elternteil 2"?

Ernsthaft? Respekt für sexuelle Orientierung ist selbstverständlich - auch ohne Begriffskrieg

Ganz ehrlich: Ich (24), kurz vor der Jahrtausendwende geboren, gehöre einer Generation an, die von allen Seite beschallt wird. Unisex-Toiletten, scheinbar endlose Diskussionen um gendergerechte Sprache und Themen, wie sexuelle Vielfalt oder Gleichberechtigung der Geschlechter, sind nicht wegzudenken aus der politischen Agenda, die den Geist der Zeit bestimmt. Und das ist gut so!

Schwul oder lesbisch zu sein und damit offen umzugehen, darf kein No-Go-Thema sein. Die Vielfalt macht Menschen erst interessant - wären alle gleich, wäre das langweilig. Liberale Gedanken sollten aber nicht in einen Begriffskrieg ausarten. Die Politik darf einer Generation, die sich sensibel für Umweltschutz, Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt oder die Homo-Ehe zeigt, zutrauen, einen eigenen Umgang mit dem Thema "LSBTI" zu finden. Ständige Belehrung, wie Geschlechterthemen zu handhaben seien, trägt nicht zum Fortschritt bei, sondern erzeugt Frust über Bevormundung.

Meine Generation ist die Elternschaft von morgen - und ja, diese Aussage maße ich mir an - braucht keine Umdefinition der Begriffe "Mutter" und "Vater". Ein Fass aufzumachen, wo keines ist, halte ich für Zeitverschwendung. Nur weil die Mutter "Elternteil 1" genannt wird, zeugt das nicht von Respekt für eine Lebensform, die nicht dem Zeitgeist älterer Generationen entspricht. Das zeigt nur, welch falsches Reglementierungsprinzip die Politik entwickelt hat.

Was ist ihre Meinung?

Mehrere bayerische Städte achten darauf, dass in offiziellen Mitteilungen gendergerechte Sprache verwendet wird. Statt rein männlichen oder weiblichen werden neutrale oder beide Formen genannt: Jetzt Kaufen Kinderschuhe Günstig Babyamp; 70 Adidas Online Bis Kind N80mwnGendergerechte Sprache hält Einzug in Bayerns Stadtverwaltungen.

Video: Gendergerechte Sprache - warum gibt es das?